Bild von Luft-/Wasser-Wärmepumpe von Vaillant
Ratgeber 1. April 2025

Luft-/Wasser-Wärmepumpe | Funktion, Kosten & Vorteile

Wärmepumpen sind in der Schweiz immer gefragter und das hat seine Gründe. In diesem Beitrag gehen wir besonders auf die Luft-/Wasser-Wärmepumpe ein:

  • Funktion mit Vor- und Nachteilen
  • Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen
  • Häufige Fragen

Was ist eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe und wie funktioniert sie?

Sonneneinstrahlungen sorgen dafür, dass Luft, Wasser und Erde aufgewärmt werden. Wärmepumpen nutzen diese nachhaltige und erneuerbare Energie für sich als Wärmequelle.

Unabhängig von der Art der Wärmepumpe, ist die Funktionsweise immer gleich: Es erfolgt ein Kreislauf mithilfe eines Kältemittels.

Grafik zur Funktionsweise der Wärmepumpe

Im ersten Schritt wird die Umweltwärme mithilfe eines Wärmetauschers auf das Kältemittel übertragen. Der Siedepunkt des Kältemittels ist sehr niedrig, so dass es in diesem Schritt verdampft. Ein Kompressor sorgt im zweiten Schritt dafür, dass der Dampf verdichtet wird. Die Folge davon ist ein Temperaturanstieg. Ein zweiter Wärmetauscher überträgt die Wärme anschliessend auf das Heizungssystem. Die Temperatur des Kältemitteldampfes fällt so weit, dass er sich wieder verflüssigt. Zu guter Letzt wird der zuvor erzeugte Druck abgelassen, wodurch sich das Kältemittel wieder vollständig abkühlt. Der Kreislauf beginnt von vorn.

Monoblock- vs. Split-Bauweise

Eine Split-Luft-/Wasser-Wärmepumpe unterscheidet sich von einer Monoblock-Luft-/Wasser-Wärmepumpe durch ihre Bauweise. Bei der Monoblock-Wärmepumpe findet der oben aufgeführte Kältemittelkreislauf in einem einzigen Gerät statt, was die nachfolgende Grafik veranschaulicht.

Grafik zur Monoblock-Bauweise einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe

Monoblock-Bauweise der Luft-/Wasser-Wärmepumpe. Quelle: Vaillant

Bei der Split-Luft-/Wasser-Wärmepumpe wird der Kreislauf – wie der Name schon sagt – auf zwei Geräte gesplittet. Verdampfer und Verdichter befinden sich in der äusseren Einheit, während alle anderen Komponenten im Inneren integriert werden. Um die Innen- und Ausseneinheit zu verbinden und eine einwandfreie Zirkulation des Kältemittels herzustellen, sind Eingriffe in die Gebäudehülle erforderlich.

Grafik zur Split-Bauweise der Luft-/Wasser-Wärmepumpe

Split-Bauweise der Luft-/Wasser-Wärmepumpe. Quelle: Vaillant

Inverter-Wärmepumpen

Luft-/Wasser-Wärmepumpen mit Inverter-Technologie passen sich optimal an die äusseren Umstände an. Wenn der Wärmebedarf höher ist, erbringt die Heizung mehr Leistung. Wenn er niedriger ist, entsprechend weniger. Temperaturschwankungen im Haus treten zum Beispiel durch die Tageszeit auf. Nachts ist es deutlich kälter als tagsüber, wenn das Haus zusätzlich durch Sonnenstrahlen aufgeheizt wird.

Durch diese Art zu heizen wird der Betrieb der Heizung noch effizienter gestaltet.

Kühlung mithilfe von Wärmepumpen im Sommer

Wärmepumpen können nicht nur Räume und Wasser erwärmen, sondern im Sommer auch zur Kühlung des Hauses beitragen. Eine Sole-/Wasser-Wärmepumpe beispielsweise kann mithilfe eines Moduls und einer Fussbodenheizung dem Wohnraum die Wärme entziehen und sie in das Erdreich oder die Wasserquelle ableiten.

Wird der Heizkreis der Heizung umgekehrt, kann mithilfe von Luft-/Wasser-Wärmepumpen ebenfalls aktiv zur Kühlung des Hauses beigetragen werden.

Luft-/Wasser-Wärmepumpe | Vor- und Nachteile

Luft-/Wasser-Wärmepumpen schneiden im Vergleich zu anderen Heizungsarten häufig schlechter ab, was deren Anschaffungskosten betrifft. Diese hohe Investition wird jedoch durch höhere Effizienz der Heizung, geringere Energiekosten und nicht zuletzt durch staatliche Förderungen kompensiert.

Um die gewünschte Heizwärme zu erzeugen, nutzt die Luft-/Wasser-Wärmepumpe bis zu ¾ Umweltwärme und etwa ¼ Strom. Die Nutzung der erneuerbaren Energien ist mit keinerlei Kosten verbunden, wodurch die Energiekosten deutlich reduziert werden. Nachteilig ist der inkonsistente Stromverbrauch durch schwankende Aussentemperatur.

Der Installationsaufwand einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist sehr gering, da keine Bohrungen oder umfangreiche Planungen stattfinden müssen.

Nicht zu vergessen: Durch den Gebrauch der Umgebungsluft und den Verzicht auf fossile Brennstoffe schonen Sie die Umwelt. Das honoriert der Staat, indem er Luft-/Wasser-Wärmepumpen fördert. Unsere Wärmepumpe ist zudem mit Photovoltaik kombinierbar, wodurch Sie noch nachhaltiger heizen können.

Das beinhaltet unser Luft-/Wasser-Wärmepumpe Komplettpaket

Wir von Heat365 bieten unseren Kunden ein erneuerbares Luft-/Wasser-Wärmepumpensystem. Darin enthalten ist beispielsweise die Luft-/Wasser-Wärmepumpe aroTHERM plus von Vaillant mit einer Heizleistung von bis zu 12 kW sowie ein Warmwasserspeicher inklusive sämtliches Zubehör.

Diese Luft-/Wasser-Wärmepumpe eignet sich sehr gut für Besitzer oder Eigentümer von Einfamilienhäusern. In Altbauten wird sie gern eingesetzt, da sie auch bei geringer Aussentemperatur eine hohe Vorlauftemperatur von bis zu 75 °C erreicht. Im Neubau überzeugt sie ebenso durch ihre hohen Leistungszahlen (COP-Werte).

Unsere Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist nicht nur hocheffizient, sondern auch überzeugend leise. Bei der Verarbeitung eines jeden einzelnen Bauteils wurde auf die Schallreduktion besonders viel Wert gelegt.

Für alle technisch Versierten haben wir eine gute Neuigkeit: Unsere Luft-/Wasser-Wärmepumpen sind Smart-Home-fähig. Mit der Smart-Home-Technologie kann die Heizung ganz bequem und einfach per App eingestellt und können mehrere Geräte im Haushalt miteinander verbunden werden.

Wir von Heat365 bieten über das Wärmepumpen-System hinaus – und damit sind wir Pioniere auf dem Schweizer Markt – bis zu 10 Jahre Garantie und unseren Rundum-Sorglos-Service bei Abschluss eines dementsprechenden Abos. Dies bedeutet mit anderen Worten: Bei uns erhalten Sie alles aus einer Hand. In unseren Serviceleistungen enthalten sind:

  • Individuelle, kostenlose Beratung
  • Aufwendige Beantragung der Fördergelder
  • Demontage des Altgeräts
  • Installation sowie alle weiter anfallenden Servicearbeiten und Wartungen bei Abschluss eines zusätzlichen Wartungsabonnements
  • Ferndiagnose bei Störung
  • 24h/365 Tage Notdienst
  • 10 Jahre Garantie (optional)

Übrigens: Unsere Luft-/Wasser-Wärmepumpe hat 2018 den Reddot Design Award erhalten und zeichnet sich durch ihre kompakte Verarbeitung aus.

Wenn Sie eine kostenlose Fachberatung zu unserem Wärmepumpen-System wünschen, können Sie hier einen Wunschtermin vereinbaren.

Die Luft-/Wasser-Wärmepumpe Kosten

Die Kosten für Energie sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. Neben den üblichen Preissteigerungen ist dies auf die weltweite Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine zurückzuführen. Dies macht sich auch deutlich bei den Heizkosten bemerkbar. Wer sich also jetzt für eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe entscheidet, sollte mit folgenden Kosten rechnen:

Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten für Wärmepumpen fallen je nach Anbieter und Modell unterschiedlich aus. Sie liegen etwa zwischen CHF 38′000.– und CHF 70′000.–. Aussen aufgestellte Luft-/Wasser-Wärmepumpen sind in der Regel günstiger. Der Installationsaufwand ist vergleichsweise gering. Zur Installation einer Erd-Wärmepumpe beispielsweise muss erst eine Erdsondenbohrung durchgeführt werden. Innen aufgestellte Wärmepumpen bedeuten mehr Aufwand bei der Planung.

Die Anschaffungskosten einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe belaufen sich auf bis zu CHF 48′000.–. Je nach Anbieter fallen unterschiedlich hohe und weitere Kosten für die Installation an. Regelmässige Wartungen, Ausfallschutz usw. sind hierin ebenfalls nicht inbegriffen.

Förderung sichern

Die Anschaffungskosten für Luft-/Wasser-Wärmepumpen fallen höher aus als für andere Heizungsarten. Dafür werden Wärmepumpen in der Schweiz in nahezu allen Kantonen gefördert, wodurch zusätzliche Anreize geboten werden, sich für die umweltfreundlichere Variante zu entscheiden. Wie hoch die Förderung ausfällt, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Hier erfahren Sie, wie hoch die Förderung in Ihrem Kanton ausfällt.

Förderungen werden unmittelbar an die Käufer von Luft-/Wasser-Wärmepumpen ausgezahlt, so dass sich der eigentliche Kaufpreis um die Höhe der Förderung reduziert.

Natürliche Ressourcen anstelle von Öl und Gas

Luft-/Wasser-Wärmepumpen entnehmen die Wärme weitestgehend aus der Luft, so dass der Stromverbrauch in Grenzen gehalten wird. Mit einer neuen Luft-/Wasser-Wärmepumpe schonen Sie deshalb nicht nur die Umwelt, sondern lösen sich zusätzlich von steigenden Preisen für fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl. Der Preis für Heizöl hat sich beispielsweise in der Schweiz im Jahr 2022 im Vergleich zum Jahr 2021 um 50 Prozent erhöht.

Hinzu kommt, dass in der Schweiz spätestens ab 2026 keine Ölheizungen mehr verbaut werden dürfen. Wer jetzt also noch eine Ölheizung verbaut hat, sollte sich schnell informieren und prüfen, ob das Heizsystem kurzfristig ausgetauscht werden muss.

Kosten für Stromverbrauch

Luft-/Wasser-Wärmepumpen sind Temperaturschwankungen ausgesetzt. Bei kalter Temperatur im Winter steigt deshalb der Stromverbrauch. Dafür fällt er im Sommer bei wärmerer Umgebungsluft geringer aus.

Um den Stromverbrauch zu ermitteln, werden von Wärmepumpen-Anbietern zwei Werte in ein Verhältnis gesetzt: den einzusetzenden Strom und die Wärmeerzeugung. Dadurch fällt es leichter, Unterschiede zwischen Modellen, Typen und Anbietern festzustellen.

Eine alternative und aus unserer Sicht aussagekräftigere Variante, den Stromverbrauch zu ermitteln, erfolgt mithilfe der Jahresarbeitszahl (JAZ). Der Nachteil hier: Der exakte Wert kann erst nach Inbetriebnahme der Wärmepumpe ermittelt werden. Im Grunde genommen wird ermittelt, wie viel Wärme bei wie viel Einsatz von Strom erzeugt wird. Um dennoch einen Annäherungsversuch an die voraussichtlichen Stromkosten zu wagen, wird folgende Berechnung zugrunde gelegt: 12 kW/JAZ 4 * 2000 (Vollbetriebsstunden der Wärmepumpe) = 6000 kWh.

2023 steigt der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte in der Schweiz auf 27 Rappen je Kilowattstunde Strom. Wird die vorliegende Berechnung zugrunde gelegt, betragen die Stromkosten CHF 1620.– pro Jahr.

Kassensturz macht den Vergleich

Der Kassensturz hat in einem Video vier verschiedene Heizsysteme (Öl- und Gasheizung, Erd-/Wasser- und Luft-/Wasser-Wärmepumpe) miteinander verglichen und ist zu folgender Erkenntnis gekommen: Die Investitionskosten sind zwar bei Heizungen mit fossilen Energieträgern deutlich niedriger, doch dafür fallen die jährlichen Energiekosten klar höher aus. Die mit der Erdwärme verbundene Tiefenbohrung ist ebenfalls mit hohen Kosten verbunden, so dass die Luft-/Wasser-Wärmepumpe als Sieger aus dem Vergleich hervorgeht.

Luft-/Wasser-Wärmepumpe Lärm – Damit müssen Sie rechnen

Der Geräuschpegel von Luft-/Wasser-Wärmepumpen kann stark variieren. Wir von Heat365 bieten ausschliesslich Wärmepumpen von Vaillant an. Deren Modelle gehören zu den leisesten auf dem Markt. Bei der Produktion der einzelnen Bauteile wurde explizit das Thema Schallreduktion berücksichtigt.

Ursache der Geräusche

Durch das Einsaugen und Weiterleiten der Umgebungsluft an den Wärmetauscher werden durch den Ventilator Geräusche erzeugt. Nachdem die Wärme aus der Luft auf das Kältemittel übertragen worden ist, verdampft das Kältemittel. Um das Kältemittel weiter zu erhitzen, springt der Kompressor, der elektrisch betrieben wird, an. Dies stellt die zweite Geräuschquelle dar.

Massnahmen zur Geräuschreduktion

Wie laut eine Wärmepumpe sein darf, ist gesetzlich geregelt. Während in der Nacht maximal eine Lautstärke von 33 Dezibeln erreicht werden darf, liegt der Grenzwert tagsüber bei 43 Dezibeln. Letzteres kann mit der Lautstärke eines Flüsterns verglichen werden.

Um die Massnahmen zu erläutern, bedarf es zunächst der Unterscheidung zwischen Körper- und Luftschall. Beim Körperschall kommt es zu Schwingungen innerhalb des Geräts, die an das Gehäuse abgegeben werden. Die Schwingungen werden durch den Kompressor erzeugt

Grafik zur Simulation des Körperschalls von Wärmepumpen

Quelle: Vaillant

Beim Luftschall werden mechanische Schwingungen nach aussen an die Luft abgegeben. Dieser wird durch den Ventilator produziert.

Grafik zur Simulation des Luftschalls bei einer Wärmepumpe

Quelle: Vaillant

Beide Geräuschquellen können bei der Luft-/Wasser-Wärmepumpe auftreten. Um den Körperschall zu reduzieren, können Gummifüsse oder Federelemente helfen. Sie werden zwischen Wärmepumpe und Sockel oder Boden platziert. Damit wird verhindert, dass der Schall übertragen wird. Flexiblere Leitungen können darüber hinaus helfen, dass der Schall nicht über Leitungen ins Gebäude übertragen wird.

Schallschutz- oder Schalldämmhauben können beispielsweise dabei helfen, die durch Luftschall erzeugten Geräusche zu reduzieren.

Die drei Aufstellungsmöglichkeiten für Luft-/Wasser-Wärmepumpen

Bei der Luft-/Wasser-Wärmepumpe wird zwischen drei verschiedenen Aufstellungsmöglichkeiten unterschieden. Je nach Situation vor Ort hat es Sinn, sich für eine bestimmte dieser Varianten zu entscheiden. Unterschieden wird zwischen Innen- und Aussenaufstellung sowie der Split-Aufstellung.

Wenn überhaupt, hat die Art der Aufstellung nur sehr geringen Einfluss auf die Effizienz der Wärmepumpe. Aus diesem Grund kann jeder Eigentümer sich ganz darauf fokussieren, welche Aufstellung sich am besten in die örtlichen Gegebenheiten einfügt.

Wärmepumpen-Innenaufstellung

Bei der Innenaufstellung von Luft-/Wasser-Wärmepumpen kommt die bereits beschriebene Monoblock-Bauweise zum Tragen. Dies bedeutet, dass alle Komponenten der Heizung innerhalb eines Geräts verbaut sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Heizung flexibel platziert werden kann. Nachteilig ist, dass Teile der Gebäudehülle durchbrochen werden müssen, um Zuluft- und Abluftkanäle sicherzustellen. Die Innenaufstellung ist eher für Neubauten geeignet.

Zu beachten gibt es bei der Innenaufstellung Folgendes:

  • Ausreichend Platz für das Heizsystem
  • Ebener Untergrund für einen sicheren Stand
  • Zuluft- und Abluftkanäle vorhanden

Wärmepumpen-Aussenaufstellung

Auch hierbei handelt es sich um die Monoblock-Bauweise mit dem Vorteil, dass lediglich ein Gerät für alle Komponenten benötigt wird. Die Aussenaufstellung wird insbesondere bei Neubauten favorisiert. Sie eignet sich allerdings genauso gut bei Sanierungen. Ein Vorteil ist, dass von der Luft-/Wasser-Wärmepumpe kein Platz im Innenraum eingenommen wird. Ausserdem sind keine grossen Durchbrüche bei der Gebäudehülle nötig, da die Wärmepumpe direkt draussen an der Quelle sitzt und die Umgebungsluft ansaugen und abgeben kann.

Wird beispielsweise ein Kamin nicht mehr benötigt, kann die vorhandene Öffnung für die Leitungsführung genutzt werden. Dies reduziert nochmals erforderliche bauliche Massnahmen. Je nach Belastbarkeit können Flachdächer für das Aufstellen von Luft-/Wasser-Wärmepumpen genutzt werden.

Nachteile der Aussenaufstellung sind die Witterungsverhältnisse, denen die Heizung das gesamte Jahr über uneingeschränkt ausgesetzt ist, und die Sichtbarkeit. Letztere kann natürlich durch die Wahl der Position beeinflusst werden. Für die Aussenaufstellung muss eine Baubewilligung eingeholt werden. Wenn die Leitungen zudem nicht ordnungsgemäss verlegt oder schlecht isoliert sind, kann es passieren, dass das Wasser in ihnen gefriert.

Zu beachten gibt es bei der Aussenaufstellung Folgendes:

  • Baubewilligung erforderlich
  • Für die Aufstellung der Wärmepumpe wird ein Sockel benötigt
  • Geräuschpegel im erlaubten Bereich (tagsüber bis zu 43 Dezibeln)
  • Geräusche durch Schall eindämmen, indem die Wärmepumpe nicht direkt an die Hauswand oder unterhalb des Schlafzimmerfensters platziert wird
  • Thermischen Kurzschluss vermeiden. Die kalte Abluft darf von der Luft-/Wasser-Wärmepumpe nicht wieder eingesogen werden
  • Zu lange Leitungen von dem Heizgerät zum Haus vermeiden

Wärmepumpen-Splitaufstellung

Da die Luft-/Wasser-Wärmepumpe bei einer Splitaufstellung aus zwei Teilen besteht, die jeweils innen und aussen aufgestellt werden, handelt es sich hierbei um einen Mix aus den beiden vorgenannten Aufstellungsarten. Im äusseren Bereich werden die Komponenten verbaut, die Schallgeräusche produzieren.

Vorteil der Splitaufstellung ist, dass die jeweiligen Geräte im Innen- und Aussenraum kleiner ausfallen, da sie weniger Komponenten beinhalten. Im Vergleich zur Innenaufstellung hat diese Variante den Vorteil, dass Arbeiten an der Gebäudehülle auf ein Mininum reduziert werden, da lediglich der Kältemittelkreislauf sichergestellt werden muss. Im Gegensatz zur reinen Aussenaufstellung besteht hier keine Gefriergefahr der Leitungen.

Nachteilig ist, dass die Split-Bauweise teurer ist als die Monoblock-Bauweise. Das aussen befindliche Gerät ist ebenfalls ganzjährig den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Bei mehr als 3 kg müssen ausserdem regelmässige Kontrollen des Kältemittelkreislaufs erfolgen.

Kann man eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe als Hybridheizung einsetzen?

Ja. Bei einer Hybridlösung werden verschiedene Wärmeerzeuger miteinander kombiniert. Üblicherweise werden dazu bekannte fossile Heizungen mit Quellen aus erneuerbaren Energien kombiniert. Dazu zählen Wärmepumpen und damit auch die Luft-/Wasser-Wärmepumpe.

Die Brennwerttechnik ist im Bereich der mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl betriebenen Heizungen eine der effizientesten Techniken. Gepaart mit einer Wärmepumpe, die den grössten Teil der Energie aus Umgebungsluft, Wasser oder der Erde bezieht, ist sie besonders leistungsfähig.

Die Wärmepumpe deckt die Grundheizlast, während die fossile Heizung für die darüber hinaus benötigte Leistung in Anspruch genommen wird. Mit dieser Kombination können die Energiekosten weiter optimiert werden, da je nach Situation das jeweils andere System als kostengünstigerer Träger in Anspruch genommen werden kann.

Die fossile Heizung kann über eine Wärmepumpe hinaus übrigens zusätzlich noch mit Photovoltaik oder Solarthermie kombiniert werden.

Wie hoch ist die typische Lebensdauer einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe?

Die durchschnittliche Lebensdauer von Luft-/Wasser-Wärmepumpen beträgt 15 Jahre. Verschiedene Faktoren haben Einfluss auf die Lebensdauer:

Wenn eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe gekauft wird, sollte sie von einem namenhaften Hersteller stammen, um die gewünschte Qualität sicherzustellen. So kann davon ausgegangen werden, dass sie hochwertig und modern verbaut ist. Wartungen helfen dabei, die Lebensdauer der Heizung zu erhöhen.

Bei der Installation der Wärmepumpe sollte ein geeigneter Standort gewählt werden, um sie fachgerecht montieren zu können. Grossen Einfluss hat auch die Planung der Heizung. Ist die Leistung zu schwach, muss die Wärmepumpe dauerhaft Vollgas geben, um die gewünschte Wärme zu erzeugen. Dies hat eine hohe Abnutzung der Bauteile zur Folge und wirkt sich damit ebenfalls negativ auf die Nutzungsdauer aus.

Auch nach Ablauf von 15 Jahren kann es sein, dass die Luft-/Wasser-Wärmepumpe durchaus weiterhin funktioniert. Allerdings sollte spätestens ab diesem Zeitpunkt darauf geachtet werden, ob Schwankungen in der Effizienz zu verzeichnen sind. Wenn also das Haus nicht mehr richtig warm oder ein Anstieg der Energiekosten festgestellt wird, sind dies deutliche Anzeichen dafür, dass die Wärmepumpe an Effizienz verliert.

Ist eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe umweltfreundlich?

Wärmepumpen nutzen natürliche Ressourcen. Bis zu 80 Prozent der Energie werden aus Luft, Wasser oder Erde gewonnen. Die Wärmequelle der Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist entsprechend die Umgebungsluft. Für die verbleibenden 20 Prozent muss auf eine Stromquelle zurückgegriffen werden. Grundsätzlich können Wärmepumpen jedoch mit grünem Strom betrieben werden. Nicht selten werden sie mit einer bestehenden Solaranlage gekoppelt, um so mit eigens hergestelltem Strom betrieben zu werden.

Unsere Luft-/Wasser-Wärmepumpe wird darüber hinaus mit einem natürlichen und damit CO2-neutralen Kältemittel betrieben. Dies trägt zur Verminderung des Abbaus der Ozonschicht bei und reduziert den Treibhauseffekt.

Auch im Vergleich schneiden Luft-/Wasser-Wärmepumpen sehr gut ab. So stossen sie beispielsweise 90 Prozent weniger CO2 aus als eine alte Ölheizung. Bis zu 50 Prozent Energie können im Vergleich zu einer alten Öl- oder Gasheizung eingespart werden.

Um die Effizienz von Wärmepumpen zu erhöhen, sollte eine gute Wärmedämmung in dem jeweiligen Gebäude sichergestellt sein.

FAQ – Die häufigsten Fragen

Welche Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist zu empfehlen?

Es sind Luft-/Wasser-Wärmepumpen zu empfehlen, die von namhaften und anerkannten Herstellern wie zum Beispiel Vaillant stammen, um die gewünschte Qualität und Lebensdauer der Wärmepumpe sicherzustellen. Die Wohnsituation hat Einfluss auf die benötigte Leistung, so dass erst im Zusammenhang mit der Planung endgültig entschieden werden kann, welche Luft-/Wasser-Wärmepumpe sich für Ihre Bedürfnisse am besten eignet. Gerne helfen unsere Experten Ihnen dabei, dies herauszufinden. Vereinbaren Sie dazu einfach einen kostenlosen Beratungstermin.

Wie funktioniert eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe?

Eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe funktioniert genau umgekehrt wie ein Kühlschrank. Eingesetzt wird ein Kältemittel, dass zunächst verdampft, anschliessend verdichtet und dadurch erhitzt und verflüssigt wird. Wärmepumpen greifen dafür auf Ressourcen aus der Umwelt wie Luft, Wasser und Erde zurück, was massive positive Auswirkungen sowohl auf die Umwelt als auch auf Energieverbrauch und -kosten hat.

Wo stellt man eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe auf?

Eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe kann entweder im Aussenbereich oder im Innenbereich eines Gebäudes (sog. Monoblock-Wärmepumpen) oder auf beide Bereiche aufgeteilt (sog. Split-Wärmepumpen) aufgestellt werden. Merkliche Unterschiede in der Effizienz des Heizgeräts gibt es nicht. Allerdings kann je nach Gegebenheit die eine oder die andere Art der Aufstellung von Vorteil sein.

Kann man eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe auf dem Dachboden installieren?

Grundsätzlich kann eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe auf dem Dachboden installiert werden. Allerdings muss hier zuvor geprüft werden, ob die Zwischendecke massiv genug ist, um das Gewicht der Wärmepumpe auszuhalten. Vor Installation der Wärmepumpe sollte ein guter Wärmeschutz sichergestellt sein. Auch für eine zuverlässige Versorgung mit dem Heizungswasser muss gesorgt werden.

Welche Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist die beste?

Die beste Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist die, die am besten zu Ihrer Wohnsituation passt. Hierbei kommen verschiedenen Faktoren zum Tragen wie beispielsweise Zustand und Grösse des zu beheizenden Gebäudes. In der Planung müssen deshalb zunächst die äusseren Umstände geprüft werden, bevor die Empfehlung für eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe ausgesprochen werden kann.

Wie viel Dezibel erreicht eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe?

Eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe kann zwischen 30 und 60 Dezibeln erreichen. Abhängig ist die Lautstärke von verschiedenen Kriterien. So spielt neben der Heizleistung auch der Aufstellungsort eine Rolle. Durch verschiedene Hilfsmittel (z. B. Gummifüsse oder Federelemente) kann die Lautstärke jedoch eingedämmt werden. Unsere angebotenen Wärmepumpen sind bereits von Hause aus sehr leise.

Wann lohnt sich eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe?

Eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe lohnt sich vor allem dann, wenn die Temperatur der Umgebungsluft hoch und die Vorlauftemperatur im Haus niedrig ist. Dadurch verbraucht die Anlage weniger Strom und produziert geringere Heizkosten. Ausserdem sollte eine gute Wärmedämmung des Gebäudes sichergestellt sein, um die produzierte Wärme so effizient wie möglich zu nutzen.

Alles steht und fällt allerdings mit der richtigen Planung. Ist die Wärmepumpe nicht richtig dimensioniert, kann dies zu unnötig hohen Energiekosten führen.

Was kostet eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?

Die Kosten für eine neue Luft-/Wasser-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus liegen zwischen CHF 32′000.– und CHF 48′000.–. Die Kosten können je nach Anbieter und inkludiertem Service variieren. Gemindert werden die Kosten durch staatliche Förderungen, die je nach Kanton und Gemeinde variieren.

Was verbraucht eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe an Strom?

Eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe verbraucht 27 bis 42 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Stromverbrauch ist abhängig von der Gebäudegrösse. Gehen wir von einem Einfamilienhaus mit einer Fläche von 165 m2 aus, würde dies 4455 bis 6930 kWh entsprechen.

Welche Luft-/Wasser-Wärmepumpe hat den höchsten Wirkungsgrad?

Der Wirkungsgrad von Luft-/Wasser-Wärmepumpen wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Neben den Eigenschaften des Geräts nehmen auch die Vorlauftemperatur und die Gebäudebeschaffenheit Einfluss. Grundlegend kann man den Wirkungsgrad auch am COP-Wert festmachen. Luft-/Wasser-Wärmepumpen mit einem COP zwischen 3 und 5 gelten als sehr effizient und haben damit den besten Wirkungsgrad.

Welche Luft-/Wasser-Wärmepumpe hat den besten COP?

Je nach Art der Wärmepumpe sind andere COP-Werte massgebend. Luft-/Wasser-Wärmepumpen mit einem COP-Wert zwischen 3 und 5 sind derzeit die besten und ermöglichen sehr effizientes Heizen. Unsere Vaillant Wärmepumpe hat – je nach Ausführung – einen COP-Wert von bis zu 4,6 und zählt damit zu den effizientesten Wärmepumpen am Markt.

Welche Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist die beste für einen Altbau?

Unsere Vaillant Luft-/Wasser-Wärmepumpe mit hoher Vorlauftemperatur bis 75 °C ist besonders gut geeignet bei Altbau mit Heizkörpern (Radiatoren). Sie verfügt über ein ausreichend hohes Leistungspotenzial sowohl für den Altbau als auch für Neubauten.

Welche Vorlauftemperatur ist ideal für eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe?

Idealerweise liegt die Vorlauftemperatur zwischen 25 °C und 40 °C. Je niedriger die Vorlauftemperatur ist, desto besser, denn desto niedriger ist der zu überwindende Temperaturhub, was sich positiv auf den Stromverbrauch auswirkt. In Altbauten kann es aufgrund schlechterer Wärmedämmung dazu kommen, dass eine höhere Vorlauftemperatur von 65 °C oder mehr gebraucht wird. Aus diesem Grunde bieten wir Wärmepumpen an, die eine hohe Vorlauftemperatur von bis zu 75 °C erreichen.

Gibt es eine gute Alternative zur Luft-/Wasser-Wärmepumpe?

Eine gute Alternative zur Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist die Erd-Wärmepumpe oder Sole-/Wasser-Wärmepumpe. Sie beziehen die Energie aus dem Erdreich. Allerdings sind hiermit häufig grössere Aufwände verbunden, da Tiefenbohrungen durchgeführt werden müssen. Alternativ gibt es noch die Wasser-Wasser-Wärmepumpe, welche die Energie aus dem Grundwasser zieht. Hierfür erforderlich ist ein sogenannter Saugbrunnen, der das Grundwasser zur Wärmepumpe führt. Die Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist deshalb die kostengünstigste und am einfachsten zu installierende Variante unter den Wärmepumpen.

Kann man eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe an die Heizung anschliessen?

Ja, eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe kann mit einer weiteren Heizung, zum Beispiel einem Brennwertkessel, zum Hybrid kombiniert werden. Dadurch kann die Leistung in den meisten Fällen weiter gesteigert werden. Zudem kann der Gebrauch von fossilen Brennstoffen durch erneuerbare Energien reduziert und die Umwelt entlastet werden.

Funktioniert eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe bei Minusgraden?

Eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe funktioniert auch bei Minusgraden. Bis zu einer Aussentemperatur von zweistelligen Minusgraden enthält die Luft genug Wärmeenergie, um das Kältemittel zu erwärmen. Ob die Wärmepumpe dabei innen oder aussen aufgestellt ist, spielt dabei keine Rolle. Gerne beraten Sie hierzu unsere Experten. Vereinbaren Sie dazu einfach einen Beratungstermin.

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